Komfortabel und effizient
Holzpellet sind genormte, zylindrische Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck aus Sägemehl, Hobelspänen oder Waldrestholz hergestellt und haben einen Heizwert von ca. 5 kwh/kg. 1 kg Pellets hat damit in etwa den gleichen Heizwert wie 0,5 l Heizöl. Pellets haben beachtliche ökologische Vorteile: durch die Verwendung von Restholz wird dieser heimische Brennstoff maximal genutzt. Aufgrund ihrer natürlichen Basis verbrennen Pellets wie Stückholz Kohlendioxid neutral. Die Presslinge beanspruchen aufgrund ihrer hohen Energiedichte relativ wenig Lagerraum. Mit dem Tankwagen werden die Pellets angeliefert und in den Vorratskeller gepumpt. Von dort lassen sie sich per Motorschnecke vollautomatisch zur Feuerstelle befördern. Pellets können auch individuell in Säcken geliefert werden.
Bei der Herstellung werden 6 bis 8 m³ Holzspäne oder Sägemehle bei hohem Druck zu einem Kubikmeter Holzpellets verpresst. Diese Verpressung bei über 1000 Bar ermöglicht es dass Holzpellets auch unter mechanischen Belastungen zum Beispiel beim Transport oder der Abfüllung bis zur Verfeuerung stabil bleiben. Durch Trocknung und Verdichtung stellt sich bei Pellets ein maximaler Wassergehalt von 8% ein. Eine Faustregel der Praxis besagt, dass 2 kg Holzpellets circa einen Liter Heizöl ersetzen. Auch wenn die Herstellung von Holzpellets mit ihrem Press- und Trocknungsprozessen energieintensiv ist, liegt der Energiebedarf hierfür deutlich unter 2% des Energiegehaltes der Endprodukte.
Holztpellets stehen mit dieser Quote deutlich besser dar, als fossile Energieträger bei denen 10 bis 12% des Energiegehaltes für die Veredelung benötigt wird.
Anwendungsmöglichkeiten
Pellets können in so genannten Primäröfen oder in zentral aufgestellten Kesseln verfeuert werden.
Pellet - Einzelöfen sind von ihrer Aufstellungsart, Leistungsklasse und Anbindung an den Schornstein im wesentlichen mit Kaminöfen vergleichbar. Ihr Einsatzbereich liegt ebenfalls im Bereich der optisch sichtbaren Bereitstellung von Wärme in Wohnräumen mit der technischen Option einer Einbindung in das zentrale Heizungsnetz.
Technologisch unterscheiden sich Pelletöfen jedoch wesentlich von Kaminöfen, weil sie neben dem Gebläse auch eine integrierte Dosierung und eine automatische Nachförderung der Pellets aus einem Vorratsbehälter beinhalten. Auf diese Weise können in diesen Öfen Brennstoffvorräte für mehrere Tage vorgehalten werden. Pelletöfen sind bis circa 12 kW Nennwärmeleistung im Handel erhältlich. Die Leistungsabgabe kann jedoch aufgrund der Feuerungstechnik auch modellierend dargestellt werden (minimale Leistung ca. 30%). Interessant ist auch die Anwendung in bivalenten Heizungssystemen (Wärmepumpe als Grundlastwärmeerzeuger und Pelletofen als Spitzenlastwärmeerzeuger).
Pelletkessel stellen in allen Heizungsbelangen wie der Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser eine vollwertige Alternative zu Heizungen mit fossilen Energieträgern dar.
Technisch können Pelletkessel mit drei verschiedenen Feuerungsarten ausgestattet sein, Unterschubfeuerung, Retortenfeuerung und Fallsystem. Diese Systeme kommen je nach Kesselhersteller zum Einsatz. Die Brennstoffversorgung kann über Stockerschnecken, Fallsystemen oder Saugsystemen gewährleistet werden.
Holzellets werden zur Wärmebereitstellung überwiegend im privaten Wohnbau eingesetzt. Ihr Hauptanwendungsbereich liegt in den kleinen und mittleren Leistungsklassen bis 50 kW. Hier stellen automatisch beschickte Holzpelletkessel eine technisch ausgereifte und wirtschaftlich, interessante Alternative zu Öl- oder Gasheizungen dar.